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TraffiPax SpeedoPhot – klassische Radarmessung und ihre Fehlerquellen

Robot (TraffiPax) · Geschwindigkeit (Radarmessung, Foto)

Der TraffiPax SpeedoPhot ist ein klassisches Radar-Foto-Gerät zur Geschwindigkeitsüberwachung. Es sendet ein Radarsignal aus und ermittelt die Geschwindigkeit aus der Frequenzverschiebung des vom Fahrzeug reflektierten Signals; zugleich entsteht ein Beweisfoto. Das Messprinzip ist erprobt, aber empfindlich gegenüber Winkel und Reflexionen. Wer damit gemessen wurde, sollte diese Punkte kennen.

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Wie das Gerät misst

Die Radarmessung beruht auf dem Doppler-Effekt: Ein Mikrowellensignal wird ausgesandt, und die Frequenz des am fahrenden Fahrzeug reflektierten Signals verschiebt sich abhängig von dessen Geschwindigkeit. Aus dieser Verschiebung berechnet das Gerät den Messwert und löst das Foto aus. Voraussetzung ist ein definierter Winkel zwischen Radarstrahl und Fahrbahn; Abweichungen wirken sich unmittelbar auf das Ergebnis aus.

Bedeutung des standardisierten Messverfahrens

Radarmessungen werden von der Rechtsprechung als standardisiertes Messverfahren behandelt. Das Gericht muss die Messung ohne konkrete Anhaltspunkte nicht in jedem Detail nachprüfen. Werden aber Anhaltspunkte für einen Aufstellungs-, Winkel- oder Reflexionsfehler vorgetragen, ist ihnen nachzugehen. Die Standardisierung verschiebt nur die Darlegungslast.

Gerätetypische Angriffspunkte: Winkel und Reflexionen

Beim Radar ist zuerst der Messwinkel zu prüfen, denn eine falsche Ausrichtung zur Fahrbahn kann den Wert verfälschen. Hinzu kommen Reflexionen: Bei hoher Sendefrequenz können diffuse Reflexionen sowie sogenannte Knickstrahlreflexionen auftreten, bei denen der Radarstrahl an einem ortsfesten Reflektor wie einer Leitplanke abgelenkt wird und Fehl- oder Zuordnungsfehlmessungen verursacht. Weiter zu prüfen sind die eindeutige Zuordnung zum richtigen Fahrzeug, die Aufstellvorschriften, die Bedienerschulung und eine gültige Eichung. Fehlt eine wirksame Eichung, kann ein Verwendungsverbot folgen.

Toleranzabzug

Es gilt der gesicherte Toleranzabzug: 3 km/h bei Messwerten unter 100 km/h, 3 Prozent ab 100 km/h. Gerade weil Winkel- und Reflexionsfehler den Rohwert nach oben verschieben können, ist die Kontrolle in Grenzwertnähe wichtig, wo wenige km/h über ein Fahrverbot oder die nächste Bußgeldstufe entscheiden.

Was Akteneinsicht bringt

Messprotokoll, Aufstellungsskizze, Eichschein und Foto zeigen, ob Winkel und Aufstellung stimmten und ob die Messung eindeutig zuzuordnen ist. Ohne diese Unterlagen bleibt der Vortrag zu Winkel oder Reflexion Spekulation. Deshalb ist die vollständige Akteneinsicht der erste Schritt.

Häufige Fragen – TraffiPax SpeedoPhot

Kann das Radar das falsche Fahrzeug gemessen haben?

Reflexionen und mehrere Fahrzeuge im Messbereich können zu Zuordnungsfehlern führen. Ob die Messung eindeutig Ihrem Fahrzeug zuzuordnen ist, gehört zu den ersten Prüfpunkten. Grundlage sind Foto und Protokoll.

Spielt die Aufstellung des Geräts eine Rolle?

Ja. Der Winkel zwischen Radarstrahl und Fahrbahn muss stimmen, und die Aufstellvorschriften müssen eingehalten sein. Abweichungen können das Ergebnis verfälschen. Das lässt sich anhand der Aufstellungsdokumentation prüfen.

Muss das Gerät geeicht sein?

Ja. Eine gültige, nicht abgelaufene Eichung ist Voraussetzung der Verwertbarkeit; fehlt sie, kann ein Verwendungsverbot in Betracht kommen. Der Eichschein wird über die Akteneinsicht kontrolliert.

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